Werke 2020/21 – Illustrationen

  • Als ich erstmals die Gedichte von Mia Lenze, einer damals 19jährigen Potsdamerin, in den Händen hielt, berührten sie mich so, dass Bilder hochstiegen. Da das Buch „Welten in meinem Kopf“ ziemlich schmucklos gestaltet war entstand bei mir sofort der Wunsch, diese Gedichte zu illustrieren. Dabei bin ich gar keine Illustratorin, scribble aber so ziemlich jeden Tag mindestens eine Skizze. Mein Lieblingsmedium ist der profane Tintenstift, der sich mittels Wasserpinsel hinterher auflösen lässt. Am liebsten nutze ich dazu ein Skizzenheft von I love art. Kein anderes Papier (bisher) reagiert so auf das Auflösen der Tinte.

Ende 2020 erhielt ich durch das Mikrostipendium II des Landes Brandenburg tatsächlich die Chance, fünf analoge Illustrationen zu Gedichten zu erstellen. Dazu sandte mir die Autorin 16 Gedichte, die ich alle assoziativ skizzierte und von denen ich schließlich fünf Gedichte auswählte:

Hinweis: Es wird dazu eine Ausstellung im Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum in 2021 geben. Leider können wir durch die aktuelle Corona-Situation noch keinen genauen Termin angeben.

Mia Lenze
Das Spiel der Töne

Singen,
Singen will ich.
Klingen,
Klingen soll die Macht der Saiten.
Umringen,
Umringen sollen uns die Klänge.
Verschlingen,
Verschlingen soll uns die Musik.
Singen!
Singen will ich.